Improved Cognac Cocktail

– Janvier 2015 –
Dieser klassisch-elegante und bittersüße Cocktail wurde 1876 vom legendären New Yorker Bartender Jerry Thomas – dem «Urvater der amerikanischen Mixkunst» und Autor des ersten Cocktail-Standardwerkes «How to Mix Drinks, or the Bon Vivant’s Companion» (1862) – geschaffen. Wir haben ihn mit einem Hauch Absinth etwas lebendiger gemacht. Wir vermischen die Hauptingredienz Cognac – in diesem Fall Martell VSOP – mit  Zuckersirup im Verhältnis 1:1 (Zucker zu Wasser), etwas Maraschino-Kirsch-Likör, ein paar Tropfen Absinth und etwas Peychaud’s Bitters. Abgerundet wird diese liquide Köstlichkeit durch die auf das Glas frisch ausgedrückten ätherischen Öle einer Zitronenschale. Die Ingredienzien

Cognac Martell V.S.O.P.

Martell gilt als einer der ältesten Cognac-Hersteller Frankreichs. Das Haus wurde 1715 von Jean Martell gegründet, im Jahre 1831 erschien Martells erster V.S.O.P., der sich in diesem Cocktail wiederfindet. Für den Martell Cognac werden Crus Trauben aus der Region Cognac benutzt: Les Borderies 
(gilt als bester Cognac der Region), Grande Champagne, Petite Champagne und Fins Bois. Nach dem Brennen reift er bis zu 12 Jahren in ausgewählten Fässern aus 
Troncais Eichenholz. Unterschiedliche Grande und Petite Champagne Destillate verleihen dem Premium Cognac 
sein einzigartiges Aroma: fruchtig, frisch und holzig mit Noten von Karamell und Pflaumen.

Pernod Absinthe

Der Klassiker schlechthin. Er fand seinen Ursprung durch eine Ordensschwester, die in den Bergen der französischen Schweiz wertvolle Heilkräuter sammelte und diese zu medizinischen Kräutermischungen verarbeitete, doch erst der Destillateur Henri-Louis Pernod entwickelte 1805 daraus ein berauschendes Elixier. Der Pernod Absinthe wird aufgrund seiner intensiv grünen Farbe seit dem 19.Jahrhundert auch liebevoll als ´Grüne Fee´ bezeichnet und bezauberte von Anbeginn die Pariser Gesellschaft mit seinem unverwechselbaren Geschmack. Nach dem Absinthverbot nach dem ersten Weltkrieg und der Wiedereinführung in den 1990er Jahren, durfte auch diese legendäre Spirituose nach Originalrezept (mit ein paar kleinen Anpassungen) wieder hergestellt werden.

Luxardo Maraschino

Ein Likör aus Maraska-Kirschen, den sehr intensiv schmeckenden Sauerkirschen aus Dalmatien. Auffällig ist die deutliche Bittermandelnote, die von den zerkleinerten Kirschkernen stammt, die für die Destillation mitverwendeten werden. Der Maraschino wurde im 18. Jahrhundert in Zadar erfunden, im heutigen Kroatien. Damals war die Stadt eine venezianische Festung mit dem italienischen Namen Zara. Die erste Brennerei für den Maraschinolikör wurde 1736 eben dort gegründet. Der erste Nachahmer war der Kaufmann Girolamo Luxardo, der 1829 das Privileg zur Alleinherstellung des Likörs erhielt.

Peychaud’s Bitters

Auf Enzian basierender Bar-Bitter, mit leichterem Körper, süßer und blumiger als beispielsweise Angostura. Wurde 1830 vom Apotheker Antoine Amédée entwickelt.  Amédée stammte aus dem heutigen Haiti (damals noch eine französische Kolonie namens«Saint-Domingue») und ließ sich 1795 in New Orleans nieder. Auf der Weltausstellung in Altona im Jahre 1869 gewann diese Tinktur die Goldmedaille – ein Hinweis darauf prangt noch immer stolz auf der Flasche.